The Cape Town Model

 

In September 2019 representatives of the participating countries (South Africa, Ghana, Cameroon, Kenya, Oman, Uganda, and Germany) met in Cape Town. The group has developed this model to advice writers who are contributing to the project.

 

cape town model

Objects can be

  • tangible, e.g. an artwork,architecture,design,craft, media, …
  • intangible. e.g. conceptual (mind image / visual representation of an idea, scientific concept, believes …) or visual representations of social practice / of an artistic project (Intangible objects have to be documented by selected photos, film, drawings …)

Criteria for the selection of an object

  • Relevance for
    • Education in the country
    • Current and future society
    • Global development
  • Quality
    • Does the image communicate / represent / symbolize the argumentation of the text – or is it just an arbitrary illustration?
    • formal qualities (contrasts, lighting, sharpness, point of view, …)
    • attracting attention, interesting (not dull, but complex)
    • triggering questions (aesthetic / conceptual qualities)

How to write about an object?

Interpretation of meaning(s) of the object in its specific context(s)

  • transcultural aspect (entanglements / trajectories of the object, e.g. globalization, migration, decolonization)
  • change of meaning in time
  • sensitivity to cultural aspects (tolerance / respect)
  • Meta-Reflection: Why this specific object? How do we speak about it? Reflecting on the criteria regarding the chosen object (representation) and its relevance in the context of the project, reflecting the methods, approaches, the research questions

 

Template (for entries on the website)

Object / image

  • 1200 pixels width, height accordingly, 72 dpi
  • Picture caption: author, “name of the object”, year, material, size/dimension, location, copyright

Important note: You are responsible for ensuring that the rights to publish the image(s) on the website explore-vc.org are provided by the respective copyright holder(s).

  • Title (a title in form of a slogan that already addresses the theme and that is leading to the interpretation)
  • Abstract (100 words - unfolding the ‘title’ with regard to the rationale of the selection, the relevance of the object)
  • Interpretation: Text (1000 words)
    • Introduction (background, method)
    • Description – Analysis – Interpretation of the object / image
    • Conclusion: Rationale why and how this object / image meets the criteria. (Joint criteria: relevance for education and quality (i.e. complexity that triggers questions; coherence of form and content)
  • References (APA-style)
  • If applicable ‚full paper‘

 

 

 

 

 

 

 

 

Approach, Methodology and Criteria / Leading Questions (In German only at the moment, we are sorry!)


Im Folgenden werden Zugriffe, Methoden und Praktiken des Projekts erläutert und eingeführt werden. Die Übersicht darf als eine mögliche Grundlage und Anleitung verstanden werden, wie sich Autorinnen und Autoren in globalen und akademischen Kontexten spezifischen Objekt- und Bildpraktiken strukturiert annähern können. Daher werden Kriterien zur Auswahl relevanter Bildobjekte ebenso vorgestellt werden, wie Leitfragen, die einer strukturierten und ergo vergleichbaren Arbeitsweise zugrunde liegen. Im Mittelpunkt der Beschreibungen und den im jeweiligen Objekt angelegten Interpretationen soll dabei deren Relevanz für die (Aus)Bildung von Lehrpersonal bzw. Schülerinnen und Schülern stehen. Bei einem einwöchigen Arbeitstreffen in Kapstadt (Südafrika) haben sich die beteiligten ProjektpartnerInnen im September 2019 auf die im Folgenden beschriebene Vorgehensweise geeinigt:


Besonders wenn bereits kanonisierten Bildern des Schulunterrichts diese erweiternde oder kritisierende Positionen beigestellt werden, ist es zunächst sinnvoll, sich auf spezifische Auswahlkriterien möglicher Positionen festzulegen. Neben der zentralen Relevanz dieser für schulische Bildung in den jeweiligen regionalen Kontexten, sollen sie in die Gesellschaft ihrer Entstehung – oder bestenfalls gar in entferntere gesellschaftliche Strukturen – in Vergangenheit und Gegenwart hineinwirken, ergo gesellschaftliches Potenzial haben. Eng mit dieser bildhaften gesellschaftlichen Wirkung verbunden, sollen zu besprechende Bilder und Praktiken in globalen und globalisierten Entwicklungen aus Gegenwart und Vergangenheit - kultureller, sozialer oder politischer Natur beispielsweise - eingebunden sein.


Neben dieser geographischen und sozialen Relevanz wird über bildimmanente Qualitäten des zu wählenden Gegenstandes (in enger Verbindung mit dessen Beschreibung) reflektiert werden: Kommuniziert, (re)präsentiert oder symbolisiert das gewählte Bild die Argumentation des / der Schreibenden in oben genannten Kontexten? Oder ist es vielmehr eine banale Illustration eines übergeordneten Diskurses? Entspricht das verwendete Bild- oder Videomaterial qualitativen Standards einer wissenschaftlichen Publikation? Folglich sind zum einen materielle Bildeigenschaften wie Kontrast, Detailschärfe oder Belichtung zu prüfen. Zum anderen aber soll das gewählte Bild zeichenhaft auf die Argumentation des Textes verweisen, meint, funktionieren Bildausschnitt, Standpunkt der Aufnahme oder Sequenz des Videos im Sinnzusammenhang mit der geschriebenen Interpretation analytisch? Regt die Position – inhaltlich und formal – zu weiteren Fragen an und verweist darüber hinaus auf angegliederte Diskurse – hat das gezeigte Bild bzw. die beschriebene Position folglich das Potenzial, Aufmerksamkeit der Leserinnen und Leser zu wecken?


Solche Objekte und deren bildhafte Manifestationen können greifbar (Kunstwerke, Architektur, Objekte aus Design und Handwerk) ebenso sein, wie nicht tatsächlich greifbare Positionen. Letztere sind beispielsweise konzeptueller Art, Gedankenbilder oder gesellschaftliche Praktiken. Zur Illustration solcher, nicht in realiter vorhandener Bilder eigenen sich Dokumentationsmedien wie Fotografien, Videos oder Zeichnungen.


Einen einführenden und grob strukturierenden Zugang zu greifbaren und nicht greifbaren Bildobjekten können fünf W-Fragen sein, die nach den Autor*innen (wer?), der Datierung (wann?), dem Entstehungsort (wo?), dem Titel und dem Material (was?) und der Technik (wie?) fragen.


Die schriftliche Interpretation von Bildern und Praktiken sollte methodisch von spezifischen, besonders im Kontext dieses Projekts, interkulturellen Fragestellungen geleitet werden, um die Bedeutung der Dinge in den ihnen eingeschriebenen Ebenen erfassen zu können. Dazu werden deren transkulturelle Aspekte in den Mittelpunkt der theoretischen Betrachtungen gestellt werden. Bildobjekte sind nie kulturell neutral. Sie funktionieren als selbstständige Akteure in den ihnen anhaftenden Netzwerken. Ergo könne die Spuren solcher Verflechtungen ebenso untersucht werden, wie deren Trajektorien in Kontexten von Globalisierung, Migration oder Dekolonisation. Beleuchtet man die Wege und Spuren, welche den Dingen folglich immanent sind, wird man schließlich auf deren überzeitliches Potenzial zu Veränderung von Bedeutung in historischen und zeitgenössischen Dimensionen ebenso stoßen, wie auf deren Möglichkeiten wechselseitig und sensibel auf sich ändernde kulturelle Umstände zu reagieren.
Abschließend ist es hilfreich sich des Ausgangspunktes der Überlegungen – die Relevanz dieser spezifischen Position für kulturelle Bildung – bewusst zu werden und auf einer Meta-Ebene darüber zu reflektieren. In den Text einführende Fragen (Warum dieses Objekt in diesem Vorhaben?) könnten an dieser Stelle tentativ beantwortet werden. Auch kann eine abschließende Reflektion über die auf das Objekt angewendete Kriterien sinnvoll sein.

 

Formats of presentation / Template
Um eine gute Vergleichbarkeit der ausgewählten und gewiss sehr diversen Objekt- und Bildpraktiken zu gewährleisten, haben sich die Projektpartnerinnen und -partner auf folgende formale Struktur der Präsentation von Text- und Bildmaterial auf der gemeinsamen Homepage entschieden:


Abbildungen
Diese sind Grundlagen und nicht Illustration der publizierten Texte und müssen daher gewissen Anforderungen genügen. Für Abbildungen gelten diese Anforderungen(?): mindestens 1200 Pixel und 72 dpi.
Da es sich um wissenschaftliche und öffentlich zugängliche Publikationen handelt, sind die anhängigen Rechte zur virtuellen Veröffentlichung bei den jeweiligen Rechteinhabern einzuholen und die üblichen Daten der Bilder zu nennen. Diese sind: Bildautor oder -autorin, Bildtitel bzw. Bezeichnung des Objekts, dessen Datierung, Material(ien), Größe und Aufbewahrungsort.


Text
Neben den gezeigten Bildern oder bildhaften Dokumentationen stehen natürlich die deskriptiven und analytischen Texte im Vordergrund dieser Materialsammlung. Grafisch und inhaltlich folgen diese vier Teilen, dem Titel, einem kurzen Abstract, der Interpretation und den wissenschaftlichen Referenzen, auf die im Folgenden eingegangen werden wird:
Der Titel des Textes darf in Form einer kurzen und prägnanten These in den Text einführen und die zu analysierende Thematik in aller Kürze adressieren; er dient als erste Hinleitung (als Teaser) zu dem ausführlicheren Teil der interpretativen Auseinandersetzung mit dem Bildobjekt.
Das auf diesen auch grafisch von Text abgesetzten Titel folgende Abstract basiert auf diesem, denkt im Umfang von etwa 100 Wörtern die angesprochene These weiter und ordnet den folgenden Text in Fragestellungen des Gesamtprojekts ein.
Die folgende Interpretation fungiert gleichsam als Hauptteil der jeweiligen Veröffentlichung. Mit einem Umfang von etwa 1000 Wörtern soll sie wissenschaftlichen Gepflogenheiten folgend und Interesse bei den LeserInnen weckend in eine kurze Einführung, eine ausführliche Beschreibung und eine abschließende, analytische Zusammenfassung gegliedert sein. Die Einführung informiert dabei beispielsweise über historische, politische oder soziale Hintergründe des Objekts und stellt die methodischen Zugänge des Autors oder der Autorin vor; sie dient folglich einer ersten Einordnung der Bilder und funktioniert nicht analytisch. Die beschreibende Analyse der Objekte und den ihnen eingeschriebenen Fragestellung passiert im anschließenden Hauptteil des Textes: eng am Objekt und dessen materiellen oder ästhetischen Eigenschaften arbeitend, werden hier dessen Spezifika – und somit seine Relevanz im Rahmen des Projekts – pointiert herausgearbeitet. Die abschließende Zusammenfassung soll die für dessen Auswahl relevante Kriterien des Objekts eindeutig benennen, dessen Wirkung und Sinn im Rahmen eines interkulturellen Projekts im Kontext schulischer (Aus)Bildung herausstellen. Hier ist Raum, um auf die anhängigen Komplexitäten der gewählten Position hinzuweisen, weiterführende Fragestellungen anzudeuten und die Kohärenz von Text und Bild zu finalisieren.


Referenzen
Da auch die wissenschaftlichen Texte dieses Projekts in großen Teilen auf vorgängige Literatur rekurrieren oder sich thematisch und thesenhaft an den Arbeiten anderer AutorInnen orientieren, ist es unvermeidbar wissenschaftlich korrekt zu arbeiten, ergo richtig zu zitieren. Paraphrasierte oder zitierte Inhalte, die nicht aus eigener Beobachtung entstanden sind, sind immer in Form von Zitaten nachzuweisen. Die Projektpartner und -partnerinnen haben sich darauf geeinigt nach APA-Style zu zitieren.